Förderungen


Es wird auf die individuellen Bedürfnisse der  Kindern eingangen und je nach Einzellfall verschiedene Fördermaßnahmen passgenau  einegführt. Die internen Möglichkeiten des SPI erlauben umfangreiche zusätzliche Forderangebote (s.u.).

Interessensorientierte Förderungen

In einem breiten Spektrum bieten wir interessensorientierte Förderungen an, in denen die individuellen Förderziele sowie die Interessen der Kinder berücksichtigt werden. Hierbei werden gemeinsam mit den Kindern ihre Ziele besprochen und ihre Interessen erfragt. Somit werden die Kinder aktiv in die Entscheidung für eine IF einbezogen.
 
Im Vorfeld werden für jede IF allgemeine Förderschwerpunke festgelegt. Die Interessenorientierten Förderungen werden auf diese Förderschwerpunke,  als auch auf die individuellen Ziele der Kinder ausgerichtet. In der Zeit von 15.00 bis 16.00 Uhr finden die verschiedenen interessensorientierten Förderungen, wie beispielsweise Werken, Spiele, Sport, Fußball und Yoga, statt.


                       


Jedes Kind nimmt an mindestens einer festen IF teil. Die Teilnahme wird für einen bestimmten Zeitraum (ca. 9 Wochen) verbindlich mit den Kindern festgelegt.  Darüber hinaus gibt es noch „freie Angebote“, wie beispielsweise ein Angebot im Werkraum, für die sich die Kinder auch einmalig melden können. Die Gruppengröße unterscheidet sich je nach Förderschwerpunkten der IF sowie der gegebenen Räumlichkeiten von 3 bis hin zu 10 Kindern. Hat ein Kind an einem Tag keine IF, so nimmt  es am Freispiel teil. Bei den Interessensorientierten Förderungen greifen wir auf die Kompetenzen unserer Mitarbeitenden und Kooperationspartner zurück.

                          

Die Teilnahme an der Interessensorientierten Förderung, die Entwicklung in Bezug auf die emotionale und soziale Stabilität sowie die individuellen Förderziele reflektieren wir mit den Kindern und dokumentieren diese. Die Reflexion mit den Kindern findet zunächst direkt in der Abschlussbesprechung der jeweiligen Interessensorientierten Förderung statt. Außerdem wird die gesamte Teilnahme jedes einzelnen Kindes mit diesem in der Kindersprechstunde besprochen.

Im folgenden sind  interessenorientierte Förderungen beschrieben die in der sozialpädagogischen Tagesbetreuung stattfinden.


Spielplatz-IF In dieser IF wird die Natur entdeckt und die Schule und ihre Umgebung erkundet. In einer Kleingruppe werden Vorschläge gesammelt und diese dann in die Tat umgesetzt.
Spiel IF I Mit Hilfe von verschiedenen Gesellschaftsspielen lernen die Kinder sich an die vorgegebenen Regeln zu halten, sich in Geduld zu üben. Die Konzentration und Frustrationstoleranz werden gefördert.
Fußball-IF Hier dreht sich natürlich alles um das runde Leder. Es findet ein Technik-Training statt, Mannschaften treten gegeneinander an. In unserer Fussball-IF werden das „Wir-Gefühl“  sowie das Selbstbewusstsein gestärkt. Es muss sich an Regeln in der großen Gruppe gehalten werden, die Kinder können sich mal richtig auspowern.
Ringen-IF In Kooperation mit dem KSV (Kraftsportverein) Gütersloh findet diese IF statt. Ringen ist ein Kraftsport mit Ganzkörpereinsatz ohne weitere Hilfsmittel. Beim Ringen werden Koordination und Geschicklichkeit trainiert und Aggressionen können im fairen Kampf kanalisiert abgebaut werden. Konzentration, Selbstdisziplin sowie das Selbstbewusstsein werden gefördert.
Werk-IF In der Werk-IF lernen die Kinder sich mit unterschiedlichen Materialien auseinander zu setzen, ihre Kreativität wird gefördert und sie lernen zielgerichtet zu arbeiten. Die Kinder können hier einen „Werkzeugschein“ erwerben, indem sie unter Beweis stellen, dass sie sachgemäß mit den Werkzeugen umgehen können. Fähigkeiten wie Ausdauer und Konzentration werden gesteigert, sowie die Feinmotorik gefördert.
Psychomotorik-IF (mit psychoanalytischem Schwerpunkt) – In einer Kleinstgruppe mit maximal 3 Kindern findet diese IF statt. Im Vordergrund steht die Stärkung der Ich-Identität und des Selbstwertgefühls sowie die Förderung der Beziehungs- und Dialogfähigkeit.

Die Kinder sollen lernen eigene Grenzen besser wahrzunehmen und die Grenzen anderer zu achten. Durch das Symbol- und Rollenspiel haben sie die Möglichkeit mit ihren Lebensthemen in Kontakt zu kommen und emotional nachzureifen.
Sport-IF (mit psychomotorischem Schwerpunkt) – Diese IF findet in einer Kleingruppe mit maximal 8 Kindern in der Turnhalle statt. Hier werden unterschiedliche Bewegungslandschaften aufgebaut, die die Kinder eigenaktiv nutzen können. Diese IF dient der Erweiterung des Bewegungsrepertoires des Kindes, der Förderung der Selbstwahrnehmung, der Eigenaktivität sowie der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit. Ein weiteres Ziel ist der Aufbau eines positiven Selbst-Konzeptes. Im Mittelpunkt steht das Kind in seiner Ganzheit (Körper, Geist und Seele) und nicht das isolierte Üben und Antrainieren von Bewegungsfertigkeiten.
Jungen-IF Zentrale Ziele der Jungen-IF sind, den Jungen einen Schutzraum und Vertrauen zu bieten, um die Bewältigung der Probleme des Jungenseins und Mannwerdens zu begleiten. Die Jungen werden bei der Entwicklung einer eigenständigen Geschlechtsidentität unterstützt. Im Vordergrund stehen Toleranz gegenüber anderen, Selbstbewusstsein stärken und Konflikt- und Problemlösungsstrategien erlernen. Die Jungen lernen zudem Verantwortungsbewusstsein für ihr eigenes Handeln sowie selbstkritisches Reflexionsvermögen zu entwickeln.
Spiel-IF II In dieser IF bestimmen die Kinder selbst, was gespielt wird, ob Rollenspiele, Gesellschaftsspiele oder ähnliches. Die Kinder müssen lernen sich zu einigen, auf andere einzugehen, zurückzustecken und ihre eigene Meinung zu vertreten.
Tag auf Gruppenebene Dieser Tag findet einmal in der Woche statt. An diesem Tag bleiben die Kinder in ihren jeweiligen Gruppen und spielen meist gruppenintern. Dieser Tag wird häufig auch für Geburtstagsfeiern, gemeinsame Projekte oder gezieltes Sozialtraining  genutzt. Durch diesen Tag soll das Gruppengefühl gestärkt und Teamfähigkeit gefördert werden.
Freies Bastelangebot Im freien Bastelangebot können die Kinder von Woche zu Woche neu entscheiden, ob sie an diesem Angebot teilnehmen möchten oder nicht. Den Kindern werden Vorschläge gemacht, was sie basteln können oder sie setzen ihre eigenen Ideen um, wodurch die Kreativität, Feinmotorik sowie die Auge-Hand-Koordination gefördert werden.
Yoga- und Entspannungs-IF In dieser IF werden Körper- sowie Atem- und Entspannungsübungen des Yoga mit den Kindern erlernt. Die Basis des Yoga Übens ist das Wechselprinzip von Anspannung und Entspannung. Yoga kann auf der körperlichen Ebene zu einer Verbesserung der Motorik, des Körpergefühls und der Körperwahrnehmung führen. Außerdem verbessert es die Fähigkeit zur Konzentration und schult die allgemeine sinnliche Wahrnehmung.




Weitere Förderungen


Neben diesen Interessensorientierten Förderungen gehören nachstehende Fördermöglichkeiten zum Leistungsspektrum der Sozialpädagogischen Tagesbetreuung. Sie werden im Rahmen der Förderplanung (KESS-Gesprächen)  für die Kinder eingesetzt.

Heilpädagogik / PsychomotorikIm Rahmen von heilpädagogischen und psychomotorischen Förderungen werden Möglichkeiten zur Entfaltung der eigenen Entwicklung gezielt erarbeitet sowie das Bewusstsein zur eigenen Person und zur unmittelbaren Umwelt geschult. Durch Aspekte des spieleri-schen Erlebens von Bewegung wird die Persönlichkeitsentwicklung gefördert.

Traumapädagogik           Die Traumapädagogik bietet vor allem Kindern mit unsicheren Bindungsmustern und komplexen Schwierigkeiten im Sozialverhalten die Chance zu positiven Beziehungserfah-rungen, zur Stärkung von Selbst- und Fremdwahrnehmung und sie gibt Hilfen zur Emotions- und Impulsregulierung.

Marburger Konzentrations-
training
Mit Hilfe des Marburger Konzentrationstrainings (MKT) lernen die Kinder eine systematische Herangehensweise zur Bewältigung von Aufgabenstellungen. Sie trainieren ihre Aufmerksamkeitssteuerung und Selbstständigkeit, wodurch Leistungsmotivation und Anstrengungsbereitschaft gefördert werden

Spieltherapie                       In der Spieltherapie können Kinder sich selbst im Spiel zum Ausdruck bringen und ihre Ge-fühle und Konflikte reflektieren und verarbeiten.  Spielerisch werden neue Fähigkeiten entdeckt oder erlernt und Problemlösestrategien entwickelt..

Hundegestützte Pädagogik         Bei der Hundegestützten Entwicklungsbegleitung als pädagogisches Förderangebot (HuEpF) steht neben dem Erlernen des richtigen Umgangs mit Hunden die Motivation im Vordergrund. Die Kinder werden durch den Kontakt zum Hund zu sozial-emotionalen Verhaltensweisen wie Empathie und Rücksichtnahme motiviert, sie stärken ihr Selbstver-trauen und Selbstbewusstsein und machen wertvolle Selbstwirksamkeitserfahrungen

Konflikttraining                      Im Konflikttraining üben die Kinder in sozialer Gruppenarbeit, Durchsetzungsvermögen und Frustrationstoleranz mit ihrer eigenen Persönlichkeit in Einklang zu bringen. Sie entwickeln Strategien zur gewaltfreien Konfliktbewältigung und erarbeiten sich Lösungsalterna-tiven. Die Kinder lernen Konflikte frühzeitig zu erkennen und zu kommunizieren.









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